Bechsteinfledermaus (OHL)

Bei Erhebungen zur Fledermausfauna im Naturpark Obst-Hügel-Land, konnten neben 13 Fledermausarten auch die Bechsteinfledermaus nachgewiesen werden. Diese mittelgroße Fledermausart mit auffällig großen Ohren, sammelt ihre Beute nah an der Vegetation fliegend vom Blattwerk, aber auch vom Bodensubstrat. Auf dem Speiseplan stehen Schmetterlinge, Zweiflügler, Laufkäfer, Zikaden, Raupen, Spinne. Ihren Winterschlaf verbringen Bechsteinfledermäuse von Oktober bis Ende April in Höhlen, Stollen oder Kellern, die sich oft unweit der Sommerlebensräume befinden. Die Ergebnisse lassen Wälder und Streuobstwiesen als wichtige Jagdhabitate der Bechsteinfledermaus erkennen.  Mehr dazu: https://obsthuegelland.at/infos-service/downloads/

Foto: Bechsteinfledermaus

Flussperlmuschel (M)

Die Flussperlmuschel stellt sehr hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und ist aufgrund ihrer ortsgebundenen Lebensweise besonders von ihrer Umgebung abhängig. Sie besiedelt die Ober- und Mittelläufe kalkarmer, sauerstoffreicher, nährstoffarmer und kühler Bäche oder Flüsse der Mittelgebirge und Niederungen. Einen besonderen Stellenwert hat die Umlandbeschaffenheit, vor allem die unmittelbar angrenzenden Flächen. Natürliche oder extensiv genutzte (vernässte) Wiesenflächen in den Talböden und naturnahe Laub- oder Laubmischwaldbestände, die eine intensive Verzahnung mit dem Gewässer aufweisen, werden von der Flussperlmuschel bevorzugt besiedelt. Mehr dazu: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/129279.htm

Foto: Flussperlmuschel

Heidelerche (M)  Uhl Hans 2016/2017 NDB

Dieser kleine, optisch unscheinbare Vogel tritt durch seinen auffälligen Gesang in Erscheinung. Seine Lebensraumansprüche sind halboffene Landschaften mit möglichst sandigen, wasserdurchlässigen Böden sowie vegetationsfreie Flächen, die im Mühlviertel vorzufinden sind. Im Naturpark Mühlviertel ist der Bestand von 11-12 Revieren im Jahr 2007 ist auf 5 Reviere im Jahr 2016 zurückgegangen. Seit 2016 organisiert der Naturpark Mühlviertel ein Artenschutzprojekt zur langfristigen Erhaltung der Heidelerchen-Habitate.  Mehr dazu:

https://www.naturpark-muehlviertel.at/artenschutzprojekt-heidelerche-3/2149/

https://www.naturpark-muehlviertel.at/naturpark/projekte-und-forschung/

Foto: Heidelerche

Kiebitz (OHL)  

Der Kiebitz brütet bevorzugt in offenen, baumarmen oder baumlosen Agrarlandschaften. Aufgrund der flächendeckenden Intensivierung der Landwirtschaft hat der Kiebitz von den früher bevorzugten Feuchtwiesen auf Ackergebiete als Nistplätze umgestellt. Bei einem Kiebitz-Schutzprojekt im Naturpark Obst-Hügel-Land werden Landwirten, die Äcker mit Kiebitz-Kolonien bewirtschaften, Förderungen von der Abteilung Naturschutz des Landes Oberösterreich angeboten. Im Projekt werden Kiebitzbestände erhoben, Landwirte beraten, sowie Bewirtschaftungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Diese sehen u.a. vor, auf Teilflächen während der Brutzeit die Bewirtschaftung auszusetzen, die Aussaat nach den 10. Mai zu verschieben oder einen kleinräumigen Schutz durch das Umfahren mehrerer Nester. Eine laufende Erfolgskontrolle bestätigt, dass durch die praktizierten Bewirtschaftungsmaßnahmen zumindest teilweise die Reproduktionsrate erhöht werden konnte.

Mehr dazu siehe:  https://obsthuegelland.at/naturpark/projekte/kiebitz-schutzprojekt/

Foto: Kiebitz